Neubaustrecke Ulm-Wendlingen: Sascha Binder bei letztem Spaziergang über Filstalviadukt

Landespolitik

Auf Deutschlands dritthöchster Eisenbahnbrücke spazieren zu gehen, ist ein besonderes Erlebnis. Die letzte Gelegenheit, in luftiger Höhe die Baufortschritte beim Filstalviadukt nahe Mühlhausen in Augenschein zu nehmen, nutzten jetzt der Landtagsabgeordnete Sascha Binder und sein Ulmer Parlamentskollege Martin Rivoir. In gut einem Jahr soll die Neubaustrecke Ulm-Wendlingen in Betrieb gehen, dann werden nur noch Züge auf der 85 Meter hohen Brücke verkehren.

 

Seit dem Baubeginn haben sich Binder und Rivoir regelmäßig vor Ort einen Überblick über die Arbeiten auf der größten Baustelle der Region verschafft. In diesem Jahr führt der pensionierte Ulmer Ingenieur Peter Schmidberger die Besuchergruppe um die beiden Abgeordneten über die Filstalbrücke. Sie verbindet den Steinbühltunnel (4,8 km Länge) mit dem Boßlertunnel (8,8 km Länge) – zwei von insgesamt neun Tunnelbauwerken auf der 60 Kilometer langen Strecke von Ulm bis zum Bahnknotenpunkt Wendlingen. 

Die Sicherheit spiele eine entscheidende Rolle, erklärt Schmidtberger. So müssten heute alle Tunnel mit mehr als einem Kilometer Länge über zwei Röhren geführt und alle 500 Meter Querstollen als Rettungswege vorgese-hen werden. Im Notfall können normale Rettungsfahrzeuge die Röhren befahren. Hohe Sicherheitsstandards gibt es laut Schmidtberger auch bei den Gleisen, die so verlegt werden, dass sie sich bei Temperaturschwankungen ausdehnen können.

Es sind unzählige Details, von denen die Bahnreisenden später nichts bemerken werden. Auch die bis zu 250 Kilometer schnelle Einfahrt in die Tunnelröhren wird dann fast geräuschlos erfolgen: die sogenannte Sonic-Boom-Bauweise dämpft den bekannten, am Tunnelende eintretenden Knalleffekt.

Für Sascha Binder bestätigen die beeindruckenden Baufortschritte einmal mehr, wie richtig es war, das Projekt Schnellbahnstrecke zu unterstützen. Auch der Kreis Göppingen werde nach dessen Fertigstellung enorm profi-tieren. „Durch den Neubau werden Zeitfenster frei für einen besser getakte-ten Bahnverkehr im Filstal und eine Erweiterung des S-Bahn-Netzes“, ist Sascha Binder überzeugt. Die Orte im Filstal können so noch stärker an die Wirtschaftszentren in Stuttgart und Ulm angebunden werden.

 

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