Reform des Wahlrechts: Kreis-AsF fordert Parität

Kreisverband

Im Jahr 2019 jährte sich die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland und die Gründung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zum 100. Mal. Eine der Frauen, die bei diesen beiden Ereignissen eine zentrale Rolle spielte ist die Sozialdemokratin und AWO Mitgründerin Marie Juchacz. Sie war die erste Frau am Rednerpult der deutschen Nationalversammlung im Weimarer Nationaltheater am 19. Februar 1919. 

Und wie sieht es heute über 100 Jahre später aus? Mit knapp über 31% ist der Frauenanteil im Bundestag so niedrig wie seit 20 Jahren nicht, stellte die Kreisvorsitzende das AsF Heide Kottmann fest: „Frauen und ihre Perspektiven müssen endlich zu gleichen Teilen in der Politik vertreten sein. Wir müssen der Benachteiligung von Frauen in der stark  männerdominierten Politik- und Parteienkultur entgegenwirken“. 

Im Zuge der Wahlrechtsreform fordern die AsF-Frauen ein Paritätsgesetz für den Bundestag und für die Landtage. Ein solches Paritätsgesetz lässt nur Parteien mit quotierten Listen an Wahlen teilnehmen, d.h. es müssen gleich viele Frauen und Männer aufgestellt werden, erläuterte Martina Heer.

Eine Reform des Landtagswahlrechts ist auch in Baden-Württemberg dringend nötig. Der Frauenanteil im Landtag von Baden-Württemberg beträgt gerade mal ¼, ist Schlusslicht von allen Bundesländern. Mit Blick auf die Landtagswahl im März 2021 fordert die AsF im Kreis Göppingen die Landesregierung auf, die schon 2018 versprochene Reform endlich umzusetzen.

 

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